Standort: Zagreb, Kroatien
Projekttyp: Ausschreibun
Jahre: 2024
Das Projekt der Rekonstruktion des Gebäudes in der Ilica 259/1 wurde für die Stadt Zagreb als Zentrum für die Integration sozial benachteiligter Gruppen entwickelt, mit dem Fokus auf die Schaffung eines würdevollen, funktionalen und zugänglichen Raums für die Nutzer.
Die Umgestaltung zielt auf eine vollständige Neudefinition des Gebäudes – sowohl räumlich als auch in seiner Nutzung – mit dem Ziel, ein sicheres und angenehmes Umfeld für den täglichen Aufenthalt und die Unterstützung der Nutzer zu schaffen.

Die räumliche Organisation basiert auf Klarheit und einer einfachen Wegeführung. Der Eingangsbereich wird durch einen zurückgesetzten Vorraum und warme Akzente in erdigen Tönen betont, die den Zugang intuitiv markieren und dem Gebäude eine Identität verleihen. Die Innenräume sind um gemeinschaftliche Zonen – Aufenthalts- und Essbereiche – organisiert, die soziale Interaktion fördern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Außenraum, der als Erweiterung des Innenraums fungiert. Der Hof ist als ruhige, halbprivate Zone für Aufenthalt, Begegnung und Erholung konzipiert, mit einfacher urbaner Ausstattung und Begrünung, die die Dichte der städtischen Struktur abmildert.

Helle Putzflächen dominieren als grundlegende Gebäudehülle, während Akzente durch warme Terrakottatöne im Eingangs- und Außenbereich gesetzt werden. Transparente Elemente aus Glasbausteinen bringen diffuses Licht ins Innere und erhöhen die räumliche Qualität, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen.
Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie der Stadt Zagreb zur Verbesserung der Lebensbedingungen für obdachlose und sozial benachteiligte Menschen, durch die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Räume für Unterbringung und täglichen Aufenthalt.
Architektur tritt hier nicht als formaler Ausdruck in den Vordergrund, sondern als Unterstützung – ein Raum, der grundlegende Bedürfnisse erfüllt und zugleich ein Gefühl von Sicherheit, Würde und Zugehörigkeit vermittelt.
Es ist uns eine besondere Freude, an Projekten mitzuwirken, die eine klare gesellschaftliche Relevanz haben.





